Dem Wein auf der Spur – Historische Einblicke

Der Wein ist ohne Frage ein Kulturprodukt – er ist ein Getränk mit Geschichte. In längst vergangenen Zeitaltern wurde der Wein als Getränk der Götter angesehen. Sowohl in der griechischen als auch in der römischen Mythologie treffen wie auf Gottheiten, denen der edlen Tropfen gewidmet wurde. Nicht selten wurde Wein als Grabbeigabe eingesetzt. Damals wie heute spielt die Weinrebe in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Wildreben hat es bereits vor 80 Millionen Jahren gegeben, was durch Fossilienfunde bewiesen werden konnte.
Griechenland:
In
Gedenken
an
Dionysos

In der griechischen Antike unterschied man zwischen dem weißen, dem schwarzen und dem bernsteinfarbenen Wein. Es gab trockene, halbtrockene und süße Varianten. Gelagert wurde der edle Tropfen Anno dazumal in versiegelten Tonkrügen oder auch in Schläuchen, die aus gegerbter Ziegenhaut beschaffen waren. Die besten Weine des antiken Griechenlands wurde in Chios (Gebiet von Arios), Lesbos, Thasos und Mende auf der Halbinsel Chalkidike kreiert. Interessant ist, dass die alten Griechen es vorzogen, den Wein mit Wasser zu mischen. Wer den edlen Tropfen pur genossen hat, galt als Barbar. Fanden jedoch Trankopfer zu Beginn eines Symposions statt, wurde auf diese Gewohnheit verzichtet. Da der Wein den Gott Dionysos repräsentierte, kam immer der Wein vor dem Wasser in die Schale.
Die
alten
Römer
brachten
den
Wein
in
die
weite
Welt

Nicht nur die Griechen, sondern auch die alten Römer wussten den Wein sehr wohl zu schätzen. Sie sind es gewesen, die den Wein über weite Teile Europas verbreitet haben. So wie das Römische Reich sich ständig ausdehnte, so wurde auch die Kunst des Weinanbaus und der Weinherstellung in die weite Welt getragen. Die Römer intensivierten den Weinbau im Rheintal, in der Wachau, in Gallien und sogar in England. Der Wein der antiken Zeitalter galt nicht lediglich als Genussmittel, sondern als heilsames Getränk, das eine sehr hohe Wertschätzung erfuhr. Der römische Gott des Weines und des Rausches ist Bacchus.
Aber
woher
stammt
der
Wein
eigentlich?

Als Ursprungsland des Weines wird Persien angesehen. Eine Sage aus der Zeit des persischen Königs Dschamschid erzählt, wie der Wein entstanden ist: Einst lagerte ein König seine Trauben im Keller. Da diese nach einer gewissen Zeit zu gären anfingen, begann die Weinkultur. Zuerst nahmen die Menschen an, der Wein sei vergiftet oder von argen Geistern beseelt. Doch dann trank die Königin davon, um sich selbst zu töten. Die schlimmen Kopfschmerzen, die sie quälten, hatten sie dazu getrieben. Doch welch Wunder – die Migräne verschwand und die Königin erfreute sich einer wunderbaren Stimmung.

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